Warnemünder Abende 2000 "Beeinflusst das Klima unsere Fischbestände?"



Jürgen Alheit und Eberhard Hagen, Institut für Ostseeforschung, Warnemünde

Zusammenfassung

Historische Quellen berichten, dass bereits die Wikinger, die zur vorletzten Milleniumswende an den Gestaden des Skagerraks im heutigen Schweden lebten, dramatisch unter dem Ausbleiben grosser Heringsschwärme litten. Es war Hunger angesagt! Forschungsergebnisse des Instituts für Ostseeforschung in Warnemünde belegen u. a., dass die drastischen Schwankungen in der dortigen Heringsfischerei klimatisch bedingt waren. Das gekoppelte Zusammenspiel der Energieflüsse zwischen der Atmosphäre über dem nordatlantischen Raum und der Wasserzirkulation im Nordatlantischen Ozean beeinflusst nachhaltig unser Klima. Die wechselnde Abfolge heranjagender Tiefdruckgebiete aus dem isländischen Raum ist allen wohl bekannt. Ihre Aufeinanderfolge wird dabei durch die zeitweilige Ausdehnung von Hochdruckgebieten mit einem Kern über den Azoren bestimmt. Ein Blick auf aktuelle Wetterkarten bestätigt dies eindrucksvoll! Kommt es nun zu einer länger anhaltenden Bevorzugung eines dieser atmosphärischen Steuerzentren, sprich Islandtief oder Azorenhoch, dann bestimmen entweder milde Meeresluft oder kontinentale Festlandsluft längerfristige Warm- oder Kaltzeiten über Mittel- und Nordeuropa. Viele Überlieferungen und die eigenen Erfahrungen lehren, dass kühle und feuchte Sommer mit heissen und trockenen Sommern oder aber milde, schneearme Winter mit strengen, schneereichen Wintern abwechseln. Dabei bleiben auch Fischbestände und Fischersleute nicht ungeschoren. Die Kaufleute und Pfeffersäcke der norddeutschen Hansestädte wussten auch ein Lied davon zu singen. Basierte doch die Macht der Hanse u. a. auf den erfolgreichem Verkauf und Vertrieb des Ostseeherings. Aber nicht nur die Fischerei im Skagerrak und in der Ostsee wurde von den mehrjährig anhaltenden Kapriolen des Klimas gebeutelt. Gab es keinen Hering mehr im Skagerrak zu befischen, lohnte es sich meistens auch nicht den ‚Schusteraal‘ in der Biskaya zu suchen. Die Heringsfänger kehrten dann auch häufig mit leeren Netzen aus dem Englischen Kanal zurück. Dafür standen aber in diesen Jahren die Heringe vor der norwegischen Küste dicht an dicht und die Anstrengungen der Sardinenfischer im Kanal wurden reichlich belohnt.  Welche Ursachen liegen diesen Geschehnissen zugrunde? Mit den wechselnden Windrichtungen und Windstärken unseres ‚Westwindbandes‘ wechselt die Meeresströmung im darunterliegenden Meer sowohl Richtung als auch Stärke. Damit ändern sich die Wassereigenschaften, beispielsweise die der Temperatur, des Salzgehaltes, des Sauerstoffgehaltes und die Konzentration der für alles Leben im Ozean wichtigen Nährstoffe. Klimatisch bedingt kommt es so zu einem ständigen Wechsel in der Nahrungsgrundlage vieler Nutzfische. Die Wetterküche über dem Nordatlantik kontrolliert auf diese Art und Weise auch die heimischen Fischbestände. Ähnliche Auswirkungen sind aus vielen anderen Hauptfischereigebieten bekannt, so auch aus denen des Pazifiks. So wurden Aufstieg und Zusammenbruch der kalifornischen Sardinenfischerei in den dreissiger und vierziger Jahren von John Steinbeck mit dem Bestseller „Strasse der Ölsardinen“ in der Weltliteratur verewigt. Zur selben Zeit, als der Sardinenfang vor Kalifornien seinen Höhepunkt erreichte, landeten auch die japanischen Sardinenfischer volle Netze an. Sogar im fernen Peru streiften grosse Sardinenschwärme durch den Humboldtstrom. Weltweit wirkende klimatische Veränderungen lösten anschliessend den Zusammenbruch der Sardinenbestände vor den Küsten Kaliforniens, Japans und Perus aus. Dadurch wurde in den fünfziger und sechziger Jahren der Startschuss zur Entwicklung von riesigen Sardellenschwärmen in allen drei weit voneinander entfernt liegenden Fanggebieten ausgelöst. Diese Entwicklung liess auch uns Europäer nicht unberührt. Viele Millionen Tonnen von Fischmehl, das aus der peruanischen Sardelle hergestellt wird, wurden nach Deutschland verschifft und dem Vieh als Kraftfutter beigemengt. Und wurde dann zuviel des Guten an unsere Haustiere verfüttert, schmeckte das Frühstücksei schon mal nach Fisch und nicht nach Huhn. Grössere Probleme, als das der Frühstückseier, bekam die Wirtschaft ganzer Landstriche, Regionen und auch Länder dann, wenn die Fischbestände in den traditionellen Fanggebieten ausblieben. Als beispielsweise der Sardellenfang in Peru zu Beginn der siebziger Jahre innerhalb von wenigen Monaten, durch übermässige Überfischung unterstützt, zusammenbrach, führte dies fast zu einem Staatsbankrott. Hunderttausende Menschen verloren über Nacht ihre Arbeit. Ähnliche tiefgreifende wirtschaftliche und damit auch gesellschaftliche Verwerfungen wurden uns jahrhundertelang von der im Skagerrak liegenden schwedischen Bohuslän-Küste berichtet. Kam hier der Hering in üppigen Mengen vor, blühten ganze Landstriche auf. Es regierte Wohlstand mit einem flinken Geldaustausch. Dies zog auch Glücksspiel, Trunksucht, Streit und Hurerei nach sich. Blieben die Heringsschwärme aber aus, fiel die Bevölkerung entlang der ganzen Küste innerhalb kurzer Zeit ins Elend. Während in früheren Zeiten die Schwankungen der Fischbestände fast ausschliesslich denen des Klimas ausgeliefert waren, hat sich die Situation seit dem letzten Jahrhundert grundlegend geändert. Durch den Raubbau einer masslosen Überfischung kam es weltweit zum Zusammenbruch der Ergiebigkeit vieler Fanggründe. Erst heute wird offenbar, dass wir durch ein den klimatischen Schwankungen angepasstes Fischerei-Management bestandsschonender fischen könnten.
 

Einleitung

Die Frage, ob das Klima unsere Fischbestände beeinflusst, lässt sich nach dem heutigen Stand der Forschung bejahen. Nicht nur die relativ kurzfristigen Klimasignale im zwischenjährlichen Bereich, wie zum Beispiel die der sogenannten El Nino-Ereignisse, sondern auch die längerfristigen Klimaschwankungen im Bereich von einem bis mehreren Jahrzehnten können die Entwicklung mariner Ökosysteme nachhaltig regulieren. Letztere treten überwiegend global auf. Sie wirken weltweit über das gekoppelte Atmosphären- Ozean- Klimasystem, d. h. sie äussern sich durch ‚Telekonnektionen‘. Durch dieses Schlagwort werden Fernwirkungen in der Klimavariabilität beschrieben. Hierbei handelt es sich um Klimaschwankungen, die nicht zu verwechseln sind mit den Trends der Klimaänderungen. Klimavariabilität hat es in den letzten Jahrtausenden, Jahrzehntausenden oder Jahrhunderttausenden immer gegeben. Ein Beispiel hierfür sind die uns wohlbekannten Eiszeiten. Sie äusserten sich durch anhaltende Perioden, die sich im Vergleich zu heute durch ein sehr viel kühleres Klima ausgezeichnet haben.
Hier soll aber ausschliesslich der Einfluss der Klimaschwankungen auf sogenannte heringsartige Fische betrachtet werden. Das sind z. B. Hering,  Sprotte, Sardine und Sardelle, d. h. Fischarten, die uns aus heimatlicher Küche vertraut sind. Diese Fischarten kommen zum Teil in ungeheuren Mengen vor, und sie sind fast überall in den Weltmeeren zu befischen. Ihre grossen Schwärme reagieren intensiv und schnell auf Veränderungen der Umwelt. Wir verdanken ihnen ungefähr 20% bis 25% des Weltfischerei- Jahresertrages. Dabei tragen die Sardinen zu mehr als 40% bei. Hier sind aber nicht vordergründig die kleinen in Konserven aufgereihten Ölsardinen gemeint, sondern die Sardinen subtropischer Fanggründe. Diese Fische werden bis zu 40 cm lang und gehören zur wichtigsten Fanggruppe der heringsartigen Fische. Länder, in deren Küstengewässer sie besonders  häufig vorkommen, sind Südafrika, Namibia, Peru, Chile, Kalifornien und Japan. Die diesbezüglich zweitwichtigste heringsartige Fischart ist mit fast 20% des Fangertrages die Sardelle. Man kennt sie durch die Sardellenpaste oder aber man bekommt sie in der Form kleiner Filets angeboten, z. B. auf der Pizza. In eingelegter Zubereitung ist ihr Geschmack unverwechselbar intensiv. Weltweit sind Sardinen und Sardellen, neben dem Hering, die für die menschliche Ernährung wichtigsten heringsartigen Fische.
 

Die Heringsfischerei der Hanse

Während der letzten tausend Jahre hat es in der Ostsee zwei ganz wichtige Heringsfischereien gegeben. Eine davon war die der Hanse. Sie erblühte zusammen mit dem Hansebund im 12. Jahrhundert auf und dauerte bis ins 16. Jahrhundert an. Sie war von ungeheurer Bedeutung für alle Hansestädte, da der Hering damals ein bedeutendes Handelsgut war. Neu gegründete Städte Nordeuropas mussten mit Lebensmitteln versorgt werden. Der Hering bot eine günstige Nahrungsquelle dafür an. Er wurde vorwiegend in Salz längerfristig haltbar gemacht, ähnlich dem Pökelfleisch. So eingelegt konnte er über die Dauer mehrerer Wochen aufbewahrt und damit in Fässern über recht weite Strecken transportiert werden. Der Heringshandel reichte damals nachweislich bis nach Italien. Seine Haltbar- und Transportfähigkeit boten große Vorteile für die Versorgung der Seeschifffahrt selbst, aber auch für die Bevorratung ganzer Armeen. Dadurch bekam der Hering gewissermassen eine strategische Rolle in der Kriegsführung zugewiesen. Zu jener Zeit spielte sich der Heringsfang hauptsächlich im Oeresund ab, zwischen der dänischen Insel Seeland und dem schwedischen Schonen gelegen. Dieser Exkurs mag verdeutlichen, wie eng die historische Entwicklung ganzer Regionen zur Hansezeit mit dem Fischfang verbunden war. Zusammenhänge zwischen Klimaschwankungen und dem Entstehen der hansezeitlichen Fischerei sind bisher nicht bekannt. Sowohl Warnemünder Fischersleute als auch Rostocker Kaufmänner nahmen aktiv an der Heringsfischerei der Hanse teil. Beispielsweise war das Lager der Warnemünder Fischer auf der Halbinsel Falsterbö die bekannteste deutsche ‚Fischkammer‘. Eine entsprechende Niederlassung der Rostocker Kaufleute wurde bereits 1494 in Vitte nachgewiesen (vergl. Jahnke 1998).
 

Die Bohuslän-Fischerei

Eine weniger bekannte, ältere Fischereiaktivität, die mengenmässig viel bedeutender war als die der hanseatischen Heringsfischerei, war die Heringsfischerei entlang der Bohuslän-Küste. Im Skagerrak erfolgte sie einem recht kurzen Küstenverlauf im Südwesten Schwedens. Die Küste wird hier durch eine Reihe von tiefen Fjorden eingeschnitten und eine Vielzahl kleiner Inselgruppen sind ihr vorgelagert. Erste Belege der Bohuslän- Fischerei sind ungefähr 1200 Jahre alt. Heute wissen wir, dass es hier nachweislich neun intensive Fischereiperioden gegeben hat. Perioden deshalb, weil plötzlich und völlig unerwartet, für die Bewohner Bohusläns riesige Heringsschwärme an den Küsten bis dicht an den Strand heran befischbar wurden. In solchen Zeiten wussten die Bewohner dort überhaupt nicht, was sie mit den vielen Heringen machen sollten. Sie waren nur unzureichend in geeigneten Fischereitechniken geübt. Es dauerte immer einige Jahre bis Hilfe aus dem Ausland, vorwiegend aus Norwegen und Dänemark, herbeigeschafft werden konnte. Diese Bohuslän- Perioden dauerten 20 bis 50 Jahre an. Danach verschwanden die Heringsschwärme plötzlich, fast über Nacht, und sie wurden in den kommenden 50 bis 70 Jahren nicht mehr gesehen. Diese langen Zeitintervalle überdauerten nahezu eine ganze Menschheitsgeneration. Zu Beginn einer neuen Fangperiode waren diejenigen, die die vorherige Periode noch miterleben konnten, längst verstorben. Viele dieser Küstenfischer nahmen ihr Wissen um geeignete Fangtechniken und Fangstrategien mit in ihr Grab. So begann der Zyklus der Bohuslän- Fischerei recht unbeholfen von vorne. Sachkundige Hilfe musste abermals von aussen geholt werden. Diese Bohuslän-Fischerei wurde in der Regel nicht mit Booten durchgeführt, sondern mit Hilfe sogenannter Strandwaden. Das sind Netze, die man vom Strand aus in einem weiten Bogen um einen Fischschwarm ins seichte Wasser und dann wieder an Land zieht. Trotz dieser relativ einfachen Methode, bei der man sich nur wenige Meter ins Wasser begeben musste, wurden zum Teil ungeheure Mengen Hering gefangen. Aus dem Jahr 1876 ist ein Fangertrag von 270 000 Tonnen überliefert. Das ist weitaus mehr als die deutsche Fischerei gegenwärtig anlandet. Woher stammt nun unser Wissen um die Bohuslän- Fischerei? Ein Grund wurde bereits erläutert: Der Hering kam ganz plötzlich und verursachte einen ökonomischen Aufschwung, der mannigfaltig dokumentiert wurde. Wenn die Küstenbewohner es wieder gelernt hatten in geeigneter Weise zu fischen, dann konnten sie sich auch grosse Mengen Hering aneigenen und anschliessend mit beachtlichem Gewinn verkaufen.  Fischer und Händler zog es magisch aus ganz Nordeuropa an. Sie kamen aus Holland, Schweden, aber auch aus Deutschland. Es entwickelte sich ein verzweigtes und ausgedehntes Handelsnetz.  Dieser ‚Heringsrausch‘ war vergleichbar mit dem legendären Goldrausch in Kalifornien und Alaska. Der Reichtum konzentrierte sich in dieser Gegend, mit all seinen, teilweise auch negativen, Auswirkungen. Es wurden nicht nur Häuser gebaut und ganze Städte neu gegründet, es wurde auch nach Feierabend üppig gespeist und sehr viel Alkohol getrunken. Der Reichtum zog magisch lichtscheues Gesindel an. Die nächtlichen Strassen wurden unsicherer und man schlug sich gerne. Prostitution und Glücksspiele begleiteten die Fischersleute in ihrem fröhlichen Treiben solange, bis irgendwann, von einem Jahr zum anderen, mit dem Ausbleiben der Heringsschwärme der ganze Wohlstand zusammenbrach. Diese plötzlichen Änderungen betrafen sehr viele Menschen im In- und Ausland. Alle Beteiligten stürzten unverhofft vom Reichtum in eine bittere Armut mit grossen sozialen Nöten. So ein Absturz wurde nicht so rasch vergessen. Solche aussergewöhnlichen gesellschaftlichen Ereignisse und ihre wirtschaftlichen Tragweite wurden uns durch Kirchenbücher und Klosterrollen der Mönche überliefert. Eine diesbezüglich ganz andere Informationsquelle wurde durch die Steuernachweise erschlossen. Könige und Fürsten brauchten, wie heute Finanzminister und Regierungen, das liebe Geld. Sie haben akribisch darauf geachtet, dass sie, ähnlich dem uns bekannten Kirchenzehnt, von jedem Fischfang einen gewissen Prozentsatz abbekamen. Bezahlt wurde in Heringseinheiten. Heute findet man penibel aufgeschrieben, was , wieviel, wann und wo abgeliefert wurde. Im Gegensatz zur Hansefischerei waren in der Bohuslän- Fischerei die ausländische Fischer nur ausnahmsweise zugelassen, so beispielsweise die Rostocker Fischer um 1564. Dafür betrieben aber Rostocker Kaufleute einen schwunghaften Bierhandel entlang der ganzen Bohuslän- Küste. Im Jahre 1586 waren 45% aller registrierten Rostocker und Warnemünder Schiffer auf Bohuslän-Fahrt gewesen, oft um Bier gegen Hering zu tauschen (Jahnke 1998). Aus all diesen Berichten lässt sich rekonstruieren, dass es insgesamt neun wichtige Bohuslän-Perioden gegeben hat, vergl. Tab. 1.
 

Periode
Zeitspanne
1
Ende 10. Jahrh. – frühes 11. Jahrh. (ca.  970-1020)
2
Ende 11.Jahrh. – frühes 12. Jahrh.  (ca 1110-1130)
3
Ende 12.Jahrh. – Mitte 13. Jahrh.
4
Ende 13.Jahrh. – 1307/ 1330
5
Mitte 15. Jahrh.
6
1556 – 1589
7
1660 – 1680
8
1747 – 1809
9
1877 - 1906

Sie erstreckten sich vom Ende des 10. bis Anfang 11. Jahrhunderts, Ende 11. bis frühes 12. Jh., Ende des 12. Jh. bis zum mittleren 13. Jh., Ende des 13. bis mittleres 14. Jh., dann für etwa 20 Jahre im 15. Jh. Spätere Perioden können bis auf’s Jahr genau datiert werden. Sie betrafen die Jahre zwischen 1556 - 1590, 1660 - 1680, 1747 – 1809, und schliesslich 1877 - 1906.
 

Wetter und Klima im Verlaufe der Jahrhunderte

Die bisherigen Ausführungen legen nahe, dass es eine Verbindung zwischen Schwankungen in den Heringsbeständen entlang der Bohuslän- Küste mit beobachteten Klimaänderungen gibt. Dabei gilt es zu prüfen, welche Klimagrössen die gesuchte Übereinstimmung am geeignetsten belegen. Sind es auffällige Änderungen der Temperatur in Luft und Wasser, des Luftdruckes, des Niederschlages mit Regen und Schnee, die Ostseevereisungen oder aber die Sturmstärke und die Sturmhäufigkeit? Exakte Aufzeichnungen des Wettergeschehens gibt es mit geeigneten Instrumenten und vergleichbaren Methoden weltweit erst seit den letzten 150 Jahren. Für Informationen aus früheren Zeiten ist man weiterhin auf indirekte Quellen angewiesen. So zeigt die Abb. 1 den sogenannten ‚Winterstrenge-Index‘. Er basiert auf  historischen Wetteraufzeichnungen der letzten 800- 900 Jahre. Seine Kurve zeigt für den Zeitraum von 1100 bis ungefähr 1950, wann es milde oder strenge Winter über Mitteleuropa und Skandinavien gegeben hat. Je weiter die Kurve nach unten geht, desto strenger waren die Winter und je weiter ihr Ausschlag nach oben geht, desto milder waren sie. Dem Kurvenverlauf ist zu entnehmen, dass in der Zeit von 1100 bis ungefähr 1350 in Nordeuropa eine relative ‚Warmzeit‘ auftrat. Das wird auch durch paläontologische Untersuchungen an Eisbohrkernen der Arktis und Grönlands eindrucksvoll bestätigt. Man nennt diese Periode ”die mittelalterliche Warmzeit”. Gegen Ende des 14. Jh. sank aber die Temperatur in Europa drastisch ab und erreichte bis zum Jahr 1850 Werte, die weit unter dem rekonstruierten klimatischen Mittelwert lagen. Diese Epoche wird in der Klimakunde ”Kleine Eiszeit” genannt. Vergleicht man die Heringsperioden mit dieser Kurve, so stellt man fest, dass während ihrer überwiegend strengen Winter der Bohuslän-Hering seine Blütezeit hatte. Er war kein Ostseehering sondern kam aus der Nordsee in die Skagerrakgewässer. Seine Schwärme suchten im Winter die dortigen schwedischen Küstengewässer auf. Sie trafen im Herbst ein und verliessen dieses Gebiet immer wieder im darauffolgenden Frühjahr. Offensichtlich hatten diese Fischwanderungen etwas mit den Temperaturverhältnissen zu tun. Zumindest jedoch traten der Bohuslän-Hering und die kalte Witterungsperioden nahezu gleichzeitig auf. Wodurch wurde dieser Wechsel zwischen Warm- und Kaltzeiten ausgelöst? Die Abb. 2 gibt in der Zeit von ungefähr 1350 bis Mitte des 20. Jh. den Prozentsatz an westlichen oder südwestlichen Winden über den britischen Inseln an. So sieht man, dass ebenfalls zeitgleich mit den kalten Bohuslän-Perioden ein Minimum an Winden aus westlich bis südwestlicher Richtung herrschte. Also zeigt sich auch hier ein Zusammenhang zwischen dem Wetter- oder Klimageschehen und dem Auftreten des Bohuslän- Herings. Um die Bedeutung der atmosphärischen ‚Steuerzentren‘ unseres Klimageschehens herauszustellen, ist aber ein kleiner Exkurs in die Wetterküche Europas erforderlich.
 

Die  Nordatlantische Oszillation (NAO)

Betrachtet man die Luftdruckverteilung einer aktuellen Wetterkarte Nordeuropas, dann erkennt man in Nord- Südrichtung trotz der verwirrenden Vielfalt sich ablösender Hoch- und Tiefdruckgebiete eine gewisse Zweiteilung. Über dem nordatlantischen Raum, um Island herum, bestimmen niedrige Lufdruckwerte das Wettergeschehen. Weiter südlich, über der Inselgruppe der Azoren sorgen Hochdruckgebiete mit viel Sonnenschein für bestes Urlaubswetter. Zwischen beiden atmosphärischen ‚Aktionszentren‘ liegt, durch die Druckgegensätze von Islandtief und Azorenhoch bedingt, unser Westwindband eingebettet.   Mit dem Westwind wandern viele der im isländischen Raum entstandenen ‚Tiefs‘ in Richtung Westeuropas. Alle fünf bis zehn Tage erreicht uns eines dieser ‚Schlechtwettergebiete‘. Diese ‚Islandtiefs‘ transportieren, von der Wärmeaufnahme aus dem nordwärts setzenden warmen Golfstrom profitierend, recht milde Meeresluft in unser Gebiet. Wird nun über dem Nordatlantik die Wärmeaufnahme der Luft durch wechselnde Meeresströmungen unterbrochen, dann können sich Ausläufer des ‚Azorenhochs‘ über weite Regionen Europas ausdehnen. Da das Wärmespeicherungsvermögen des Ozeans tausendfach grösser ist als das der Atmosphäre und die Meeresströmungen hundertfach geringer sind als die Windgeschwindigkeiten kommt es zu einem drastischen, sich immer wiederholenden Zeitverzug im Wechselspiel zwischen Meer und Luft. Die so ausgelösten Schwankungen treten in Abfolgen von wenigen Jahren bis mehreren Jahrzehnten auf. Man bezeichnet sie als  ‚Nordatlantische Oszillation‘, oder kürzer als NAO. Sie bewirkt einerseits eine Folge von Jahren, in denen der tiefe Luftdruck über Island extreme niedrige Werte erreicht, aber der hohe Luftdruck über den Azoren bestehen bleibt. Die dadurch verursachten Luftdruckgegensätze erreichen ebenfalls extreme Werte. Bezogen auf die klimatisch üblichen Luftdruckunterschiede zwischen beiden Regionen wird in diesem Fall von einer positiven Periode der NAO gesprochen. Das Westwindband intensiviert sich und die Anzahl der darin in Richtung Westeuropa wandernden Islandtiefs erhöht sich. Die über dem Nordatlantik erwärmten Luftmassen verursachen dann, besonders im Winter, mildes, relativ warmes Wetter über Zentral- und Nordeuropa. Dies ist die ‚maritime Phase‘ der NAO. Ihre ‚kontinentale Phase‘ tritt andererseits dann auf, wenn die Druckwerte über Island nicht ganz so tief und die über den Azoren nicht ganz so hoch sind. So bleibt der Luftdruckunterschied zwischen Islandtief und Azorenhoch relativ gering. Der NAO zeichnet sich nun durch negative Anomlien aus. Das Westwindband über dem Nordatlantik bleibt schwach. Es übt einen vergleichsweise geringen Einfluss auf das Wettergeschehen über Europa aus. Besonders im Winter geraten aber Nord- und Zentraleuropa  nun unter starkem Zustrom kalter Luftmassen aus Sibirien. Es kommt zu niedrigen Temperaturen in Europa, also zu kalten und strengen Wintern. Weite Teile der heimischen Ostsee vereisen und beeinflussen Handelsschifffahrt und Fischerei nachhaltig. Diese Situation fällt mit den Heringsfischerei-Perioden vor der Bohuslän-Küste zusammen. Mit anderen Worten, in den oft mehrere Jahrzehnte andauernden Perioden relativ strenger Winter wanderte der Bohuslän-Hering aus der Nordsee an die schwedische Küste. So ‚einfach‘ regelt sich also der Einfluss des Klimas auf den Fischbestand in der Ostsee und ihren angrenzenden Gewässern.
 

Telekonnektionen oder klimatische Fernwirkungen

Die Abb. 3 zeigt eine Zusammenstellung der Fischerei-Perioden in Nordwesteuropa. Sie stimmen auch weitgehend mit denen des Bohuslän-Herings überein. Wenn es grosse Heringsschwärme in der Bohuslän-Gegend gab, wurde auch viele Heringe vor Cornwall, vor der französischen Kanalküste oder in der Biskaya gefangen. Im Gegensatz dazu steht die Sardinenfischerei. Die Perioden der Sardinenfischerei wechselten sich mit denen der Heringsfischerei ab. So wurde zum Beispiel um 1870 die Sardinenfischerei nördlich der Bretagne und vor Cornwall wegen schlechter Erträge eingestellt. Zur gleichen Zeit begann eine Blütezeit der Heringfischerei in europäischen Randmeeren. Das heisst, die Perioden von Sardinen- und Heringsfischereien alternieren. Es gibt folglich einen Mechanismus, der die Herings- und Sardinenbestände gleichzeitig beeinflusst, obwohl diese mehrere tausend Kilometer voneinander entfernt vorkommen. Eine plausible Erklärungsmöglichkeit dafür bieten wieder Änderungen im Klima an. Sie wirken weltweit! Ihre Anomalien werden mit dem Begriff ‚Telekonnektion‘ beschrieben. In weit voneinander entfernten Regionen setzen klimatische Entwicklungen ein, die auf eine gemeinsame Ursache zurückgeführt werden können. Im vorliegenden Fall unterliegen die Schwankungen in den Heringsbeständen entlang der Bohuslän-Küste und die der Sardinenbestände im englischen Kanal einer deratigen Fernwirkung durch abwechselnde Umstellungen in den Winden und den dadurch gesteuerten Strömungen sowie Wassereigenschaften der betreffenden Fanggründe.
 

Sardinen und Sardellen im Pazifik

Die klimatischen Auswirkungen der ‚Telekonnektionen‘ sind insbesondere an Sardellen- und Sardinenbeständen im Pazifik untersucht worden. Beide Arten bauen vor der kalifornischen und der peruanischen Küste grosse Fischbestände auf. Die Abb. 4 weist Fänge von Sardinen und Sardellen vor der peruanischen und chilenischen Küste aus. Hier bleibt anzumerken, dass die peruanische Sardine den weltweit bedeutesten Fischbestand bildet. Gegen Ende der 60‘er Jahre wurden vor der peruanischen Küste Rekordfänge von zwölfeinhalb Millionen Tonnen Sardellen registriert. Das war etwa 20% des gesamten damaligen Welt-Fischereiertrages. Dieser enorme Ertrag wurde zu 100% zu Fischmehl verarbeitet, da die Sardelle in Peru als Speisefisch recht unbeliebt ist. Das Fischmehl wiederum ist ein sehr begehrtes Produkt des Welthandels. Es wird in der Tierhaltung als Kraftfutter genutzt. Für peruanisches Fischmehl ist übrigens Hamburg der grösste Import- und Umschlaghafen Europas. Man empfiehlt den üblichen Futtermitteln stets nur einen bestimmten Prozentsatz an Fischmehl beizumengen. Wenn dieser Prozentsatz überschritten wird, dann wirkt sich das recht ungünstig auf den Geschmack des Fleisches aus. Auch ein Frühstücksei, das nach Fisch schmeckt, stammt sehr wahrscheinlich von einem Huhn, das mehr Fischmehl als Weizenkörner gepickt hat. In Peru wurde die Fischmehlproduktion so zur wichtigsten Erwerbsquelle. Die Ökonomie des ganzen Landes hängt an diesem Produktionszweig. In den 50‘er Jahren begann hier die eigentliche Entwicklung der Fischerei. Schon zu Ende der 50‘er Jahre setzte die Fischmehlproduktion ein. Bereits 1970 wurde ein Fangertrag von 12.5 Millionen Tonnen erreicht. Aber was passierte dann? In ganz kurzer Zeit, in einem Zeitraum von etwa einem Jahr, brach die Fischerei völlig zusammen. Das hatte drei Ursachen. Das Übermass der Fischereifangerträge führte zur ‚Überfischung‘. Den Beständen wurde keine Möglichkeit des Nachwachsens gelassen. Zu dem Zeitpunkt, als der Bestand zusammenbrach, war die peruanische Fischereiflotte so gross, dass mit ihr der 3- oder 4-fache Ertrag der Weltfischerei gefangen werden konnte. Diese Fischereiflotte war völlig überdimensioniert. So eine Disproportion ensteht stets in Zeiten enormer Fangerträge. Jeder will am Fisch verdienen, jeder steckt Geld in den Bau von Schiffen, Netzen, Fischereiverarbeitungsanlagen oder aber zum Teil in schwimmende oder ‚landgestützte‘ Fischmehlfabriken. An der peruanischen Küste gab es zur damaligen Zeit so viele Fischmehlfabriken, dass damit das 11/2-fache des Fischereiweltertrages verarbeitet werden konnte. Die leidtragenden Bestände der Sardellen wurden hoffnungslos überfischt. Ein zweiter Grund für den damaligen Niedergang der Sardellen-Fischerei wurde durch ein klimatisches Ereignis geliefert. Es ist der berühmt- berüchtigte „El Nino“. Er entsteht im tropischen Pazifik, wirkt sich aber auf das Witterungsgeschehen global aus. Normalerweise schieben die Passatwinde über dem äquatorialen Pazifik einen riesigen Warmwasserberg in indonesischen Gewässern zusammen. Kaltes, reich an Nährsalzen aufquellendes Wasser versucht das entstandene Massendefizit vor der südamerikanischen Küste zu ersetzen. Es gelangt so in die lichtdurchflutete Deckschicht und löst hier über die Entwicklung von Kleinlebewesen eine üppige Weidegrundlage der Nutzfische aus. Lassen nun die Passatwinde in ihrer Stärke und Dauer nach, dann fehlt ihre Schubraft um das äquatoriale Warmwasser in indonesischen Gewässern zu halten. Ein gewaltiger Warmwasserberg wandert längs des Äquators auf die südamerikanischen Küsten zu. Satellitenbilder der Wasseroberflächentemperatur belegen dies eindrucksvoll. Das durch intensive Sonneneinstrahlung aufgewärmte, tropische Wasser ist aber recht arm an Nährstoffen. Vor den Küsten Südamerikas angekommen, ersetzt es das vormalige nährstoffhaltige Kaltwasser. In Äquatornähe, d.h. vor den Küsten Equadors und Perus, steigt die Wasseroberflächentemperatur innerhalb weniger Wochen um bis zu 10°C. Dieses Warmwasser erreicht die Küste vor Chile dann nach ein bis zwei Monaten. Dieses Ereignis tritt regelmässig um die Weihnachtszeit auf und wurde daher von den Küstenbewohnern ‚El Nino‘, das Christkind, getauft. Alle zwei bis sieben Jahre ist es besonders lang anhaltend und intensiv. Dies führt dann zu drastischen Veränderungen, auch im marinen Ökosystem vor der peruanischen Küste. Plötzlich tauchen tropische Fische auf und die Sardellen, die an sehr viel kälteres Wasser gewöhnt sind, fühlen sich nicht mehr wohl. Sie wandern ab oder aber sterben ganz einfach, weil es zu warm ist. Interessanterweise gibt es während eines El Nino Ereignisses auch in anderen Regionen der Welt häufig aussergewöhnliche Klimaschwankungen die dann beispielsweise in Europa die Überschwemmungen des Rheins oder in China die Überflutungen durch den Jangtsekiang verursachen. Über Alaska herrschen zu dieser Zeit strenge Winter. Vor zwei Jahren wurde das letzte grosse El Nino beobachtet. Dieses Ereignis wurde in Indonesien von einer extreme Trockenheit begleitet. Die dortigen grossen Waldbrände, die über Monate anhielten, sind uns allen noch aus der Presse in Erinnerung. Der dritte und wichtigste Grund für den starken Rückgang des peruanischen Sardellenbestands lässt sich aber auf viel länger wirkende Klimaschwankungen zurückführen. Als nämlich der Sardellenbestand in den 70‘er Jahren ganz unten war, gingen die Sardinenbestände vor Peru, Kalifornien und Japan steil nach oben. Gegen Ende der 80‘er Jahre entwickelten sich dann die Bestände wieder gegenläufig mit zunehmenden Sardellen- und abnehmenden Sardinenfängen. Dasselbe Phänomen ist auch aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bekannt. In der Zeit von ungefähr 1920 bis 1950, hauptsächlich in den 30‘er und 40‘er Jahren, gab es einen grossen Sardinenbestand vor der kalifornischen Küste. In der Literatur wurden seine plötzliche Entwicklung und sein drastischer Niedergang durch John Steinbecks Buch "Strasse der Ölsardinen" beschrieben. Auch vor Japan existierte zeitgleich eine grosse Sardinenfischerei, die, wie in Kalifornien, plötzlich zusammenbrach. Neuere Forschungsergebnisse weisen auf eine ähnliche Entwicklung in peruanischen Gewässern hin, obwohl zu dieser Zeit kein Mensch die Sardinen vor Peru befischte. Wir wissen aber aus Untersuchungen von Meeressedimenten, in denen sich massenhaft Fischschuppen fanden, dass es zu dieser Zeit auch vor Peru einen grossen Sardinenbestand gegeben hat. Er brach zur gleichen Zeit wie der vor Japan zusammen. Fischbestandsentwicklungen im Pazifik vor Japan, Kalifornien und Peru verlaufen offensichtlich synchron. Im Benguela-Strom vor Südafrika und Namibia beobachten wir dasselbe Phänomen, aber mit umgekehrten Vorzeichen. Immer wenn die Sardinen im Pazifik grosse Bestände aufbauen, herrschen an der südafrikanischen Küste  grosse Sardellenbestände vor. Das heisst, wenn sich eine grosse Sardinenfischerei im Pazifik entwickelt, bricht dieser Fischereizweig vor Südafrika zusammen und umgekehrt. Wieder, wie vorher bei den europäischen Bohuslän-Hering- und Sardinenpopulationen, gibt es also einen Zusammenhang zwischen Sardinen und Sardellen mit einer Übereinstimmung in der Entwicklung der Fischbestände über den ganzen Pazifik hinweg. Dieses über die Zeit mehrerer Jahrzehnte auftretende Phänomen im synchronen Auf- und Abbau der Bestände in weitvoneinander entfernt liegenden Fanggründen kann mit entsprechenden klimatischen Veränderungen erklärt werden. Leider kennen wir bis heute nicht die einzelnen Mechanismen, die diese Entwicklungen auslösen. Die Erklärung dieser Prozesse ist zur Zeit Gegenstand intensiver, internationaler Forschung. Eines ist jedoch schon heute sehr gewiss, nur die thermische ‚Gedächtnisleistung‘ der Ozeane vermag die Wärmeflüsse zwischen Ozean und Atmosphäre auf Zeitskalen mehrerer Jahrzehnte zu regulieren. Damit verändern sich nicht nur die grossen Windsysteme sondern auch die Ausbreitungspfade der Meeresströmungen, die eine Umverteilung gewaltiger Wärmemengen von niedere in höhere Breiten bewirken. Es entstehen langanhaltende, sich selbst steuernde Oszillationen im gekoppelten Klimasystem Ozean-Atmosphäre.
 

Literatur

Alheit, J. und E. Hagen (1997) Long-term climate forcing of European herring and sardine populations. Fish Oceanogr 6:130-139

Alheit, J. und E. Hagen (2000) The effect of Climate Variation on Fish and Fisheries.
In: Jones PD, Davies TD, Ogilvie AEJ, Briffa KR (eds) Climate and Climatic Impacts
through the Last 1000 Years (subm.)

Jahnke, C. (1997) Heringsfang und –handel im Ostseeraum des Mittelalters. Dissertation, Christian-Albrechts-Universität Kiel, 376 S.
 

Legende der Abbildungen
 
Abbildung 1:
:
Winter-Strenge-Index, ausgedrückt durch die Anomalie in der Anzahl milder (mild) und strenger (severe) Monate, von 1100-1950 mit den
Bohuslän-Perioden 1-9 (veränd. nach Alheit und Hagen ,1997).
Abbildung 2:
:
Jährliche Häufigkeit der Tage mit Südwestwinden über England von 1340-1978 und die Bohuslän- Perioden 5-9 (veränd. nach Alheit und Hagen, 1997)
Abbildung 3:: Hering (Gruppe 1) - und Sardinenperioden (Gruppe 2) in europäischen Fanggebieten (verändert nach Alheit und Hagen, 1997)
Abbildung 4:
:
Sardinen- und Sardellen(anchovy)-Perioden im 
Gebiet des Humboldtstromesvor Peru