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Abgeschlossene Projekte
     


Expedition Meteor 48-2: Biogeochemische Stoffkreisläufe und kurzskalige holozäne Klimavariationen im Auftriebsgebiet vor Namibia

Laufzeit: 2000
Förderinstitution: DFG
Projektleiter: Prof. Dr. K.-C. Emeis
Beteiligung: G. Bening, Dr. R. Endler, S. Lage, Dr. T. Leipe, G. Nickel, Dr. U. Treppke
Kooperationen: Uni Greifswald, Max - Planck - Institut für Marine Mikrobiologie Bremen, Uni München, Uni Bremen, MFMR Namibia, Geol. Survey Namibia

In einer schmalen Zone des inneren Schelfs unter dem Auftriebsgebiet vor Namibia werden opal- und TOC-reiche und partiell laminierte Sedimente abgelagert, deren Verbreitung durch die physikalischen Auftriebsprozesse, biologische Produktion und terrigene Einträge gesteuert werden. Die biogeochemischen Prozesse an der Sediment-Wassergrenze sind in diesen Sedimenten von sehr hohen Sedimentationsraten organischen Materials geprägt, die hohe Sauerstoffzehrung am Boden und hohe Nitratkonzentrationen in der Wassersäule nach sich ziehen. Die benthischen Umsatzprozesse in sauerstoffarmen Meeresbodenbereichen werden von Bakteriengemeinschaften dominiert, so dass die Sedimente ein weitgehend ungestörtes Bild der vergangenen Zustände in diesem Auftriebsgebiet sind. Wir haben während der beantragten Expedition auf küstenparallelen und -normalen Schnitten kurze und lange Sedimentkerne aus diesem "diatomaceous mud belt" und der angrenzenden carbonatischen Sedimente entnommen, um an ihnen heutige Stoffkreisläufe und ihre geochemischen Abbilder in Sedimenten sowie die klimagetriebenen Änderungen im Auftrieb während des Holozäns zu untersuchen. In einem Netz von Oberflächensedimenten wurden mikrobiologische Gemeinschaften sowie geochemische, mikropaläontologische, isotopische und mineralogische Indikatoren heutiger Gradienten in der Temperatur, der Struktur der Deckschicht und des Nährstoffregimes gemessen. Gemessen an datierten Kernen (210Pb und 14C) sollen diese Indikatoren helfen, klimatisch bedingte Änderungen in der Intensität des Auftriebs und der vorherrschenden Windregimes sowie der Aridität im Hinterland während des Holozäns zu rekonstruieren. Das Erfassen vergangener natürlicher Variabilität im Auftrieb leistet einen Beitrag zum Verständnis kurzskaliger Klimavariationen im Holozän sowie zum Verständnis der ökologischen Zusammenhänge im Auftriebsgebiet.




aktualisiert: 11.04.2006      Fragen und Anregungen zu dieser Seite an: emeis@geowiss.uni-hamburg.de
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