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Das neue Eisrandforschungsschiff "MARIA S. MERIAN"
     
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Die mittelgroßen Forschungsschiffe in Deutschland

Alle mittelgroßen Forschungsschiffe der deutschen Forschungsschiffflotte sind in einem Schiffspool zusammengefaßt, in dem zentral die Vergabe der einzelnen Schiffe nach wissenschaftlichen Kriterien erfolgt. Der Schiffspool besteht zur Zeit aus den folgenden Schiffen:

"A. v. Humboldt" (Länge: 64,2 m, Baujahr: 1967),
Institut für Ostseeforschung, Warnemünde

http://www.io-warnemuende.de/general/vessels.html

A. v. Humboldt

"Poseidon" (Länge: 60,8 m, Baujahr: 1976),
Institut für Meereskunde, Kiel

http://www.ifm.uni-kiel.de/ze/zs/poseidon.htm

Poseidon

"Alkor" (Länge: 55,2 m, Baujahr: 1990),
Institut für Meereskunde, Kiel

http://www.ifm.uni-kiel.de/ze/zs/alkor.htm

Alkor

"Heincke" (Länge: 55,0 m, Baujahr: 1990)
Alfred-Wegener-Institut für Polar- und
Meeresforschung, Bremerhaven

http://www.awi-bremerhaven.de/BAH/heincke-d.html

Heincke

Im allgemeinen können Forschungsschiffe 20 bis 30 Jahre eingesetzt werden. Entsprechend sollen die beiden Schiffe "A. v. Humboldt" und "Poseidon" in den nächsten Jahren aufgrund ihres hohen Alters außer Dienst gestellt werden. Im Jahre 1999 ist bereits die "Valdivia" (Länge: 76,0 m, Baujahr: 1961) außer Dienst gestellt worden.

Als Ersatzbauten für diese drei Schiffe sind zwei Forschungsschiffe vorgesehen, ein Eisrandforschungsschiff und ein Tropenschiff. Denn die Aufgaben der deutschen Meereskunde werden natürlich nicht weniger.

Im Rahmen einer Bund-Länder Arbeitsgruppe haben sich 2001 die Länder Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern sowie der Bund, vertreten durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, bereit erklärt, das neue Eisrandforschungsschiff mit dem Namen "Maria S. Merian" zu finanzieren. Es wird am IOW beheimatet sein und von hier aus für die Wissenschaft eingesetzt werden.

Daraufhin wurde im ersten Halbjahr des Jahres 2001 von einem Wissenschaftlichen-Technischen-Fachausschuß ein Anforderungskatalog an ein solches Schiff erarbeitet.

Im Herbst 2001 erfolgte die Ausschreibung und schließlich der Abschluß des Bauvertrages am 29.7.2002 durch das Land Mecklenburg-Vorpommern als Bauherr mit der Kröger Werft in Schacht-Audorf bei Rendsburg. In diesem Vertrag sind die allgemeinen Daten des Schiffes festgelegt.

Zur Zeit (Oktober 2002) ist das Schiff in der konstruktiven Planung. Das heißt die Schiffslinien werden erstellt. Damit wird ein Model im Maßstab 1:25 angefertigt, das im Tank der Potsdamer Schiffsbau - Versuchanstalt geschleppt werden wird. Untersucht wird unter anderem das Seegangsverhalten bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Die Ergebnisse führen zu einer Optimierung des Schiffsrumpfs. Danach finden weitere Schleppversuche im Eistank der Hamburger Schiffsbau - Versuchsanstalt statt, die Aufschluß über das Verhalten des Schiffes im Eis geben.

Gleichzeitig wird der Generalplan erstellt, in dem alle wesentlichen Räume, ihre Nutzung, wichtige Einrichtungsgegenstände und Ausrüstungen dargestellt sind.

Zu Zeit existiert bereits ein zwar noch recht einfaches Model der "Maria S. Merian", an dem aber schon wichtige Charakteristika gut zu erkennen sind.




aktualisiert: 16.01.2003      Fragen und Anregungen zu dieser Seite an: barbara.hentzsch@io-warnemuende.de
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