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Umweltüberwachung
     


Das Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) erfüllt im Auftrage des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie Hamburg und Rostock (BSH) den deutschen Beitrag zur Überwachung der Meeresumwelt der Ostsee im Rahmen der Abkommens Helsinki-Abkommens (HELCOM).

Am 22. März 1974 verabschiedeten in Helsinki alle damals sieben Ostseeanrainer-Staaten ein Vertragswerk zum Schutz der Meeresumwelt der Ostsee. In Artikel 3 der Konvention werden die Aufgaben definiert:

"Die Vertragsstaaten unternehmen einzeln oder gemeinsam alle geeigneten legislativen, administrativen oder andere relevante Maßnahmen um die Verschmutzung der Ostsee zu verhindern bzw. zu eliminieren und die ökologische Wiederherstellung und Erhaltung der ökologischen Gleichgewichts der Ostsee zu sichern."

Wesentlicher Bestandteil dieses Abkommens ist eine kontinuierliche Überwachung der Meeresumwelt. Seit Beginn dieses Programms waren die Ozeanographen aus Warnemünde beteiligt, zunächst im Institut für Meereskunde der Akademie der Wissenschaften der DDR, seit 1992 im Auftrag des BSH für das wiedervereinte Deutschland. Gegenwärtig werden folgende Aufgaben erfüllt:

Das meereskundliche Überwachungsprogramm in der Ostsee erfordert einerseits die routinemäßige Bestimmung der vereinbarten Messgrößen und andererseits die Absicherung der erforderlichen Datenqualität sowie die Entwicklung neuer Messverfahren und Messstrategien, einschließlich der Bereitstellung von Eingangsdaten für Modelle, um ein besseres Verständnis der Reaktionen des Systems auf anthropogene Belastungen und deren Reduzierungen zu erhalten und klimatische Veränderungen erfassen zu können.
Die Untersuchungen sind sowohl Bestandteil des deutschen Bund/Länder-Messprogramms für die Meeresumwelt von Nord- und Ostsee (BLMP) als auch des Ostsee-Überwachungsprogramms der HELCOM. Die gewonnenen Daten werden für regelmäßige nationale und internationale Zustandseinschätzungen der Ostsee genutzt, finden Eingang in zahlreiche Publikationen und stellen die wissenschaftliche Basis für einzuleitende Maßnahmen dar, die zum Schutz des Ökosystems der Ostsee ergriffen werden müssen.
Ausgewählte Messdaten können den Fahrtberichten und Karten entnommen werden, die das IOW online frei zugänglich bereitstellt.
Der Eigentümer aller im Rahmen des Monitoring gewonnenen Daten ist das BSH. Jede gewünschte Nutzung dieser Daten durch Dritte erfordert die Zustimmung des BSH und des IOW.
Die auf diesen und weiteren Daten beruhende jährliche hydrographisch-chemische Zustandseinschätzung der Ostsee wird vom IOW in den "Meereswissenschaftlichen Berichten" veröffentlicht und vom BSH ab 2004 online verfügbar gemacht.

Der Zustand der Ostsee



aktualisiert: 05.04.2004      Fragen und Anregungen zu dieser Seite an: guenther.nauschl@io-warnemuende.de
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